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Eifelsteig

Der Eifelsteig ist ein geschichtsträchtiger Fernwanderweg durch die Wanderregion Eifel.
Länge
315 km
Aufstieg
8621 m
Abstieg
8769 m
Höchster
658 m
Schwierigkeit
3 - Schwer
Schwierigkeit
3 of 5
Dauer
91 Std.

GPX

Karte & Höhenprofil

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Ich bin diesen Weg 2025 von Kornelimünster aus gegangen, habe später jedoch den Lieserpfad bis Wittlich genommen, da ich den Abschnitt zwischen Kordel und Trier bereits zuvor erwandert hatte. Der Eifelsteig beginnt offiziell in Kornelimünster und verläuft in südlicher Richtung bis nach Trier. Ich habe den Weg von Kornelimünster nach Aachen entlang des Krönungswegs verlängert und bis ins Stadtzentrum geführt, wo er am berühmten Aachener Dom und einigen weiteren Sehenswürdigkeiten vorbeiführt. In meine GPX-Datei habe ich zudem einige Abstecher aufgenommen, darunter einen Rundgang durch Vogelsang IP, einen Besuch der Helenenquelle in Gerolstein sowie einen Aufstieg rund um die Niederburg und Oberburg in Manderscheid. Aufgrund von Hochwasser und anderen Schäden gibt es mehrere Wegsperrungen und Umleitungen, unter anderem im Butzerbach-Tal zwischen Kordel und Trier; überprüfe daher vor der Tour unbedingt den aktuellen Zustand der Strecke.

Ein Holzbohlenweg
Struffelt © Dominik Ketz

Kornelimünster bis Roetgen

Die Etappe beginnt in Kornelimünster am historischen Kloster und folgt der Inde durch den Ort, bevor sich Ausblicke auf das Itertalviadukt eröffnen. Ein stetiger Anstieg führt anschließend aus dem Tal hinauf in Richtung Hahn und Friesenrath, wo die Route an der St.-Bernhard-Kapelle vorbeiführt und weiter in den Wald bei Rott verläuft.

Von hier aus quert der Weg das Naturschutzgebiet Struffelt über Bohlenwege durch offene Heideflächen und erreicht Aussichtspunkte über die Dreilägerbachtalsperre. Anschließend führt die Route in Richtung Roetgen hinab und endet auf einem schmalen Pfad entlang der Trasse der ehemaligen Vennbahn.

Der Marktplatz und die Brücke über die Rur in Monschau
Monschau © Dominik Ketz

Roetgen bis Monschau

Von Roetgen aus überquert die Route die ehemalige Trasse der Vennbahn und führt kurz durch eine deutsche Exklave, bevor sie weiter nach Belgien in die offene Moorlandschaft des Hohen Venns verläuft. Der Weg passiert die Überreste des Reinartzhofs und quert diese exponierte Landschaft, in der Elemente wie die Vennkreuze historische Punkte entlang der Strecke markieren.

Nach einer Rastmöglichkeit an der Steling-Schutzhütte kehrt die Route nach Deutschland zurück und passiert den sagenumwobenen Stein „Kaiser Karls Bettstatt“. Der letzte Abschnitt folgt Spuren der Vennbahn, bevor der Weg in die engen Gassen von Monschau hinabführt, wo die Etappe im historischen Ortskern endet.

Ein Blick auf Einruhr vom Aussichtspunkt Wolfshügel am Eifelsteig
Einruhr © Dominik Ketz

Monschau bis Einruhr

Von Monschau aus steigt die Route aus dem Rurtal zu Aussichtspunkten oberhalb der Stadt an, bevor sie auf Waldwegen weiter in das Perlenbachtal führt. Anschließend folgt der Weg dem östlichen Ufer der Perlenbachtalsperre und führt nach Höfen, wo das Nationalpark-Tor den Übergang in den Nationalpark Eifel markiert.

Hinter Höfen verläuft die Route durch die charakteristische Heckenlandschaft, bevor sie durch das Kluckbachtal zurück in Richtung Rurtal hinabführt. Der Weg führt weiter auf erhöhten Pfaden mit Aussichtspunkten wie Perdsley und Uhusley, bevor er den letzten Aussichtspunkt am Wolfshügel erreicht und schließlich nach Einruhr am Ufer des Obersees hinabführt.

Eine Luftaufnahme des Geländes von Vogelsang IP
Vogelsang IP © Dominik Ketz

Einruhr bis Gemünd

Von Einruhr aus steigt die Route sanft an und bietet dabei Ausblicke über den Obersee, bevor sie in den Nationalpark Eifel führt. Der Weg folgt naturnahen Pfaden entlang des Zusammenflusses von Urft und Rur und führt zur Urfttalsperre, wo die Querung weite Ausblicke über den See und die umliegende Landschaft bietet.

Ein steiler Anstieg führt anschließend auf die Dreiborner Hochfläche, ein offenes Plateau, das durch seine frühere militärische Nutzung geprägt ist und auf dem die verlassene Ortschaft Wollseifen einen wichtigen historischen Punkt markiert. Die Route führt weiter am Komplex Vogelsang IP vorbei und entlang von Aussichtspunkten wie Kickley und Modenhübel, bevor sie in das Urfttal hinabführt und in Gemünd endet.

Eine Luftaufnahme des Geländes des Klosters Steinfeld
Kloster Steinfeld © Dominik Ketz

Gemünd bis Steinfeld

Von Gemünd aus folgt die Route dem Oleftal und steigt dabei allmählich auf Waldwegen aus dem Urfttal an. Der Weg erreicht den Aussichtspunkt Kuckucksley mit weiten Ausblicken über das Oleftal, bevor er in das Dorf Olef hinabführt, wo die historische Bahnstrecke direkt durch den Ortskern verläuft.

Anschließend verlässt die Route das Tal mit einem sanften Anstieg durch Mischwald, passiert Golbach und folgt Abschnitten entlang des Kallbachs. Der letzte Teil der Etappe wird offener und landwirtschaftlich geprägt und führt zur Abtei Steinfeld, wo die Basilika das Ende der Etappe markiert.

Fachwerkhäuser und die Ahrquelle in Blankenheim
Ahrquelle Blankenheim © Dominik Ketz

Steinfeld bis Blankenheim

Von Steinfeld aus überquert die Route den Gillesbach und steigt entlang des Königsbergs an, wobei sich ein letzter Blick zurück auf die Abtei bietet, bevor der Weg in das Urfttal hinabführt. Entlang des Flusses erreicht der Weg den Grünen Pütz, eine erhaltene römische Quelle, die einst Köln mit Wasser versorgte und den historischen Schwerpunkt dieser Etappe markiert.

Die Route folgt weiter der Urft in Richtung Nettersheim und passiert dabei Orte wie die Mannenberghöhlen und den Römerweiher, bevor sie die römische Fundstelle Steinrütsch erreicht. Ein letzter Abschnitt durch den Wald führt nach Blankenheim, wo die Etappe unterhalb der Burg mit Blick auf den Ort endet.

Zwei Wanderer blicken in die römischen Ruinen der Quellfassung Grüner Pütz
Grüner Pütz © Dominik Ketz

Blankenheim bis Mirbach

Von Blankenheim aus führt die Route durch den historischen Ortskern und zur Ahrquelle, bevor sie über den Brotpfad durch den Wald weiter verläuft. Der Weg führt durch das Schaafbachtal in Richtung Ripsdorf und anschließend über offene Felder nach Alendorf, wo eine Kapelle den Beginn des Anstiegs zum Kalvarienberg markiert.

Vom Gipfel aus verläuft die Route über Wacholderheiden, bevor sie in das Lampertstal hinabführt und nach Rheinland-Pfalz übertritt. Der letzte Abschnitt folgt dem Mirbach bis zum Dorf Mirbach, wo die Etappe an der Erlöserkapelle endet.

Ein Blick auf die begehbaren Stadtmauerreste von Heimersheim
Heimersheim © Eike Kunz

Mirbach bis Hillesheim

Von Mirbach aus verlässt die Route die Erlöserkapelle und folgt schmalen Waldpfaden, passiert mehrere große Schutzhütten und führt weiter durch ruhigen Wald. Der Weg führt in das Mühlenbachtal hinab, wo der Dreimühlen-Wasserfall mit seinen charakteristischen Kalktuff-Formationen einen markanten Naturhöhepunkt bildet.

Anschließend verläuft die Route auf gut ausgebauten Wegen zum Kloster Niederehe und weiter zur Burg Kerpen, die von einem felsigen Höhenrücken die umliegende Landschaft überragt. In der Nähe von Berndorf endet die Etappe in Hillesheim, einer Kleinstadt mit einem ausgeprägten literarischen Thema.

Zwei Wanderer erkunden mit Taschenlampen die Mühlsteinhöhle im Rother Kopf
Mühlsteinhöhle © Dominik Ketz

Hillesheim bis Gerolstein

Von Hillesheim aus beginnt die Route entlang der historischen Stadtmauer, bevor sie in das Bolsdorfer Tälchen führt, wo eine Mischung aus Wasser, Kalksteinformationen und offener Tallandschaft das Bild prägt. Der Weg erreicht anschließend die Kyll, überquert den Fluss und steigt danach stetig durch den Wald zur Mühlsteinhöhle am Rother Kopf an.

Nach dem Abstieg und der Querung des Aubergs nähert sich die Route Gerolstein, macht jedoch einen Abstecher zu den Gerolsteiner Dolomiten, einer Reihe markanter Kalksteinformationen mit weiten Ausblicken. Die Etappe führt weiter an der Buchenlochhöhle und dem Vulkankrater Papenkaule vorbei, bevor sie in Serpentinen in das Kylltal hinabführt und in Gerolstein endet.

Eine Luftaufnahme des Aussichtsturms Dietzenley
Dietzenley © Dominik Ketz

Gerolstein bis Daun

Von Gerolstein aus steigt die Route steil aus dem Kylltal an und passiert die Ruinen der Löwenburg mit Blicken über die Stadt. Ein längerer Anstieg führt zur Dietzenley, wo ein Aussichtsturm einen der höchsten Punkte der Etappe markiert, gefolgt von weiteren abwechslungsreichen Waldwegen.

Der Weg verläuft weiter durch den Wald in Richtung Neroth, bevor er in das Tal der Kleinen Kyll hinabführt und anschließend erneut zum Nerother Kopf ansteigt. Ein letzter Anstieg über einen bewaldeten Höhenrücken führt nach Daun und schließt eine Etappe ab, die durch wiederholte Anstiege und abwechslungsreiches Gelände geprägt ist.

Eine Luftaufnahme des vulkanischen Kratersees Schalkenmehrener Maar mit dem Ort Schalkenmehren daneben
Schalkenmehrener Maar © Dominik Ketz

Daun bis Manderscheid

Von Daun aus folgt die Route dem Liesertal, bevor sie zum Gemündener Maar ansteigt, dem ersten der vulkanischen Kraterseen dieser Etappe. Der Weg führt weiter zum Mäuseberg, wo der Dronketurm Ausblicke über die umliegenden Maare bietet, bevor er das Weinfelder Maar umrundet und in Richtung Schalkenmehrener Maar weiterführt.

Nach dem Abstieg nach Schalkenmehren führt die Route in das ruhigere obere Liesertal und folgt einem langen, ununterbrochenen Talabschnitt durch Wald und offene Landschaft. Die Etappe endet in der Nähe von Manderscheid, wo die beiden Burgen hoch über dem Tal thronen.

Die Burgen Niederburg und Oberburg in Manderscheid
Manderscheid © Dominik Ketz

Manderscheid bis Kloster Himmerod

Mit Blicken auf die Oberburg und die Niederburg in Manderscheid führt die Etappe aus dem Liesertal weiter und folgt schmalen Pfaden entlang der bewaldeten Talhänge. Der Weg bleibt über weite Strecken nahe am Fluss, wobei Schutzhütten wie die Balduinshütte natürliche Rastmöglichkeiten bieten, bevor er das Tal allmählich verlässt und dem Ilgenbach durch ruhigen Wald folgt.

Nach einem kurzen Abschnitt durch offeneres Agrarland öffnen sich Ausblicke über die sanfte Eifellandschaft in Richtung Großlittgen. Die Etappe endet an der Abtei Himmerod, wo die Klosteranlage mit ihrer barocken Kirche einen klaren Abschluss bildet.

Eine Luftaufnahme der Zwillingstürme von Burg Bruch
Burg Bruch © Wittlich Stadt und Land

Kloster Himmerod bis Bruch

Von der Abtei Himmerod aus folgt die Route dem Salmtal und verläuft durch eine ruhige und weitgehend unberührte Landschaft. Der Weg führt mit sanften Steigungen nahe am Fluss entlang und passiert historische Mühlen sowie Felsformationen an den Talhängen.

Abgesehen von einem kurzen Abschnitt bei Landscheid und der Unterquerung einer Autobahn bleibt die Etappe weitgehend frei von Ortschaften. Die Route folgt der Salm weiter bis zum Ort Bruch, wo die Etappe in der Nähe von Burg Bruch mit Blick über das Tal endet.

Zwei Wanderer stehen auf dem Aussichtsturm Zemmer bei Rodt
Aussichtsturm Zemmer © Dominik Ketz

Bruch bis Kordel

Von Bruch aus verlässt die Route das Salmtal mit einem ersten Anstieg auf höher gelegenes Gelände bei Zemmer. Der Weg verläuft anschließend auf einer Mischung aus Waldwegen und offenen Feldern, führt durch kleine Ortschaften und weist ein gleichmäßig welliges Profil über die Hochfläche auf.

Der Aussichtsturm Zemmer entlang der Route bietet weite Ausblicke in Richtung Hunsrück, bevor der Weg in das Kylltal hinabführt. Ein letzter kurzer Anstieg wird von einem Abstieg in Serpentinen gefolgt, der nach Kordel führt und das Ende der Etappe markiert.

Zwei Wanderer stehen am Eingang der Genovevahöhle
Genovevahöhle © Dominik Ketz

Kordel bis Trier

Von Kordel aus folgt die Route dem Kylltal, bevor sie in das Butzerbachtal führt, wo Bäche, kleine Wasserfälle und Seilbrücken den Charakter des Weges prägen. Anschließend steigt der Weg aus dem Tal an, passiert die Pützlöcher, Überreste des römischen Bergbaus, und führt weiter zur Burg Ramstein sowie zu nahegelegenen Höhlenformationen wie der Klausenhöhle und der Genovevahöhle.

Der letzte Abschnitt führt in Richtung Moseltal, wo erhöhte Wege weite Ausblicke über den Fluss bei Biewer bieten. Der Weg verläuft weiter auf einem schmalen Felsenpfad zum Weißhaus, das das offizielle Ende des Eifelsteigs markiert, bevor ein Zuweg hinab nach Trier führt.

Fernwanderweg-Zertifizierung

Logo „Deutsches Wandersiegel Premiumweg“ des Deutschen Wanderinstituts

Premium-Wanderweg

Premium-Wanderwege sind Wanderwege, die ein außergewöhnliches Wandererlebnis bieten. Sie sind sorgfältig markiert und so gestaltet, dass sie abwechslungsreiche Landschaften und kulturelle Highlights bieten. Die Wege werden anhand von Kriterien bewertet, die sowohl die Qualität des Weges als auch seines Umfelds messen. Die Zertifizierung durch das Deutsche Wanderinstitut basiert auf einer objektiven Bewertung, um ein dauerhaft hochwertiges Wandererlebnis sicherzustellen.

Quellen